Der grosse ROTRONIC E-Bike (Pedelec) Test

Es gibt Erfindungen welche die Welt verändern. Und das E-Bike gehört definitiv dazu.

Ich bin sicher über 20 Jahre nicht mehr auf einem Drahtesel gesessen. Bekennender weise bin ich ein Autofreak. Als 19 jähriger machte ich den Führerschein und seither bin ich nur noch mit 4 rädrigen, PS starken Boliden unterwegs. Doch irgendein genialer Erfinder kam auf die Idee einen Motor an ein Fahrrad zu bauen und diesen Elektromotor mit einem Akku zu speisen.

PS: ROTRONIC AG bietet die getesteten E-Bikes nicht mehr an!

Die ROTRONIC AG (mein ex. Arbeitgeber) verkauft seit kurzem auch solche Pedelec, wie die motorbetriebenen Fahrräder korrekterweise heissen. (E-Bike tönt aber cooler)
So kam es, dass unser E-Bike Projektleiter mich dazu motivierte mal eine kurze Testfahrt zu machen. Diese kurze Testfahrt und die Tatsache dass das Bike mit modernster Technik vollgeladen ist, machte mich neugierig. So stellte mir die ROTRONIC AG zwei E-Bikes übers Wochenende zu einem ausgiebigen Test zur Verfügung.

Ich entschied mich für das Damenvelo ROTRONIC Mistral und das zusammenklappbare E-Bike namens Ora. Am Samstag kurvten wir nur ein wenig in der Gegend herum. Unser Besuch aus Chur nutze die Gelegenheit um ebenfalls zum ersten Mal mit einem E-Bike zu fahren. Es herrschte allgemeine Begeisterung und ich freute mich darauf am Sonntag eine etwas grössere Tour mit meiner Frau zusammen zu unternehmen.

Das Wetter war uns heute gut gesinnt und so machten wir uns auf die Piste. Natürlich sollte es möglichst steil nach oben gehen, wir wollten die Bikes schliesslich auf Herz und Nieren testen.
So fuhren wir von Lufingen durch Embrach in Richtung Freienstein. Die Strasse zur Burgruine auf dem Freienstein war genau das richtige.

Doch wie man an Karins Lachen erkennen kann ist dieser Hügel für die beiden Rotronic E-Bikes ein Klacks und somit auch für uns. 🙂
Auch das kleinere Faltrad meistert die Steigung ohne Murren. Die Drehschalter für die Gangwahl kannte ich an den Fahrrädern vor 20 Jahren noch nicht. Da konnte man nur während dem Fahren schalten und bei einer solchen Steigung wie dieser ratterte und knatterte es bis der Gang drinnen war. Hier dreht man kurz, klick und der Gang sitzt. Beim Damenrad, dem Mistral kann man sogar 8 Gänge einstellen.

Die beiden Fahrräder sind sehr robust aufgebaut. Die japanische Shimano Schaltung arbeitet präzise. Bis auf die Kunststoff Schutz’bleche‘ sitzt alles fest an seinem Platz. Der Motor ist im Vorderrad montiert. Der Akku unter dem Gepäckträger versorgt.

Überhaupt hat es viele kleine technische Raffinessen eingebaut die man erst man entdecken muss…

Beim Faltrad kann man selbst die Pedale einklappen, Der Lenker am Mistral ist für den Geradeauslauf stabilisiert. Den Lenker kann man fast nach Belieben in eine passende Position bringen und mit einem Habel wieder arretieren. Das Damenrad hat im gesamten Ketten- und Schaltbereich einen Kunststoff Schutz um die Kleider nicht zu verschmutzen.

Auch an die Diebstahlsicherung wurde gedacht. Ein fest angebautes Radschloss und ein zusätzliches Drahtseil sichern die Räder gegen Diebstahl.
Beim Faltrad hat es zusätzlich einen Akku ‚Zünd‘-Schlüssel um die Stromzufuhr zu unterbrechen. Und so gibt es noch viele weitere Details zum Entdecken.

Wir legten rund 20 Kilometer zurück. Genug für einen Po der seit 20 Jahren auf keinem Sattel mehr sass.
Da wir unterwegs gleich noch einen Besuch abstatteten, waren wir schlussendlich fast 5 Stunden unterwegs. Die Akkus machten die kleine Tour problemlos mit und wir hätten noch lange weiterradeln können.

Unser Fazit des heutigen Tages: Wir sind auf Strecken gefahren die wir vorher noch nie gesehen hatten, obwohl wir oft in dieser Gegend unterwegs sind.
Das Fahrgefühl mit einem E-Bike muss man einfach selbst mal erleben. Es ist schwer zu beschreiben und fasziniert vermutlich fast jede Person. Wir sind auf jeden Fall begeistert. Man kommt schneller vorwärts als zu Fuss und bekommt doch sehr viel mehr mit als wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Es ist zudem praktisch geräuschlos, man bewegt sich draussen in der Natur und muss sich trotzdem nicht zu sehr anstrengen.

Für ausgiebige Radtouren eignet sich das Faltrad weniger. Dieses sehe ich eher in der Stadt, auf grossen Firmengeländen oder im Wohnmobil als platzsparenden Begleiter.
Die Rotronic Elektroräder eignen sich für kleinere und mittlere Touren. Für Leute die mit einem Fahrrad nicht mehr trampen mögen. Für Leute die ein umweltfreundliches Transportmittel wünschen. E-Bikes eignen sich perfekt für den Einkauf im Dorf, Besuche in der Umgebung, für die Fahrt ins Geschäft. Bei  geplanten Benzinpreisen von bis zu 5.- pro Liter werden E-Bikes in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.
Für Radbegeisterte die wöchentlich grosse Fahrradtouren machen oder Strecken von 50 und mehr Kilometern pro Tour zurücklegen, wird sich eher ein E-Bike in einer etwas höheren Preisklasse eignen.

Weil wir so Spass hatten schleppte ich die beiden Räder anschliessend noch in mein Fotostudio und machte spontan ein Fotoshooting. Technik kann ganz schön sexy sein… 🙂


Faltrad und E-Bike Rotronic Ora für CHF 999.-


Damenrad und E-Bike Rotronic Mistral für CHF 1’199.-


Die E-Bikes wurden mir von meinem Arbeitgeber ROTRONIC AG zur Verfügung gestellt.