Traktor – by Night

Dieses Bild nahm ich am 22. Januar 2013 um ca. 21.30 Uhr in Lufingen auf.

Traktor - by Night
Aufnahmedaten:

Nikon D800, Sigma 12 -24mm, ISO 1600, Brennweite 12mm, Blende f/11, Belichtung 20 Sekunden, Stativ, Spiegelvorauslösung

Aufnahmetechnik:

Die Kameraposition war sehr tief gewählt, ca. 50cm über dem Boden. So wirkte der Traktor etwas wuchtiger und die Scheune im Hintergrund dominierte nicht mehr so stark. Mit einer Taschenlampe leuchtete ich das Motiv an, um den Bildausschnitt zu bestimmen und um den Fokus auf den Traktor einzustellen. Nach dem fokussieren stellte ich den Autofokus ab.
Nun löste ich die Kamera mittels Kabelfernbedienung aus. Danach rannte ich mit meiner Taschenlampe los und leuchtete den Traktor an den verschiedensten Stellen an. Insbesondere leuchtete ich von Hinten durch das Fenster. So meint man, dass das Führerhaus von innen beleuchtet sei. Wegen der hohen ISO Empfindlichkeit durfte ich die Stellen nur ganz kurz anleuchten.
Das Licht oben stammt übrigens nicht von der Taschenlampe. Das ist der Mond der diese typischen Linsenreflektionen auslöste.

Berabeitung:

Im Lightroom 4 nahm ich die RAW Grundbearbeitung vor. Ich drehte die Farben bewusst stark hoch um das Grün und Rot vom Traktor stark wirken zu lassen. Der ursprünglich gelblich verfärbte Himmel kippte so in ein Violett um. Das passte mir wesentlich besser als das etwas langweilige „Strassenlampen“ – Gelb. Wegen der tiefen Kameraposition musste ich das Bild in der Vertikalen recht stark entzerren.
Danach verkleinerte ich das 36 Megapixel Bild mit Photoshop CS6, baute einen schwarzen Rahmen ein und schärfte das Bild in mehreren Stufen nach.

Schwierigkeitsgrad:

Die grösste Herausforderung war für mich vor allem die Kälte. Zudem benötigte es einige Versuche, bis ich mit der Taschenlampe eine passende Ausleuchtung erreichte.

Vorbereitung:

Bei Nachtaufnahmen in eisiger Kälte mit tiefen Minusgraden darf die Kamera nicht aus der warmen Stube herausgeholt werden. Sie muss sich zuerst akklimatisieren. Am besten einige Stunden vor dem Einsatz im kalten Keller lagern. Akkus voll aufladen und leere Speicherkarten bereitstellen. Warme Kleidung ist natürlich auch von Vorteil. 🙂