Reisen online buchen: Das ist wichtig

Die Digitalisierung greift um sich. Kaum ein Bereich bleibt vom technologischen Fortschritt mit all seinen Nebeneffekten unberührt. So auch die Reisebranche. War das Reisebüro früher noch die bedeutendste Anlaufstelle für Urlaubsreife, haben Webseiten und Online Anbieter diese Stellung längst übernommen. Kunden, die ihre Reise im Web buchen können, stehen alle Möglichkeiten der vernetzten Welt zur Verfügung. Dennoch lohnt es sich, die wichtigsten Kniffe bei der Online-Buchung zu kennen.

Pauschalreise oder individuelles Paket?

Eine Pauschalreise zu buchen, ist sicherlich der bequemste und auch schnellste Weg. Web-Anbieter stellen Kombinationen aus Flug und Unterkunft zusammen und präsentieren dem Urlaubswilligen fertig geschnürte Reisepakete, bei denen er sich um nichts weiter kümmern muss. Doch auch bei der Buchung von Reisen im Netz gilt: Komfort hat häufig seinen Preis.

So berichten viele Suchende, dass die selbständige Auswahl einzelner Bausteine für günstigere Reisepreise sorgen kann. Das liegt vor allem daran, dass eine individuelle Buchung im Vergleich zur Pauschalreise auch in kleinen Details verändert werden kann. Ist der Flug wenige Stunden früher deutlich günstiger, oder lohnt sich die Wahl einer Verbindung mit Zwischenstopp in finanzieller Hinsicht, können sich Kunden das kurzerhand zunutze machen. Pauschaltouristen jedoch sind gebunden an die Vorschläge, die ihnen die Reise-Webseite zusammenstellt.

Der Weg in die Sonne kann auch im Netz individuell geplant werden.
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Grundsätzlich ist die Frage: „Pauschal oder individuell?“, also ein Punkt, bei dem auch persönliche Bedürfnisse und Wünsche eine Rolle spielen. Wer kein Problem damit hat, etwas mehr zu zahlen und lieber weniger Zeit mit der Buchung verbringt, entscheidet sich oftmals für das Pauschalangebot. Urlauber mit kleineren Budgets oder auch preisbewusste Kunden hingegen profitieren durchaus von der Option, einzelne Bausteine in Eigenregie auswählen zu können.

Das gilt praktisch für alle Reiseländer dieser Welt. Welche hier in 2018 am beliebtesten sind, berichtet Falstaff in einem Artikel und bezieht sich dabei auf eine aktuelle Lonely Planet Umfrage.Demnach steht Chile in diesem Jahr als Top Reiseland an erster Stelle, gefolgt von Südkorea und Portugal. Das Schlusslicht bildet Südafrika.

Anhand dieser Umfrage wird erkennbar: Viele Reisende wünschen sich nicht unbedingt Urlaube in Ländern, die zu den üblichen Destinationen zählen. Auch Ziele, die grosse Fluglinien nicht ansteuern, können durchaus ihren Reiz haben. Diese zu erreichen, ist jedoch nicht immer leicht und Pauschalreisen lassen sich hier kaum finden. Abhilfe schaffen will da jetapp.ch und weist darauf hin, dass Ab- und Zielflughäfen sehr viel individueller gewählt werden können, wenn Reisende einen Privatjet buchen.  Auch den privaten Anflug können Urlauber dann selbst mit dem gewünschten Hotel oder auch einer Airbnb Unterkunft kombinieren.

Auch online die „Katalogsprache“ kennen

Wie Zahlen der Allianz Global Assistance beweisen, buchten 2016 rund 66 Prozent aller Reisenden ihren Urlaub über das Internet. 21 bevorzugten weiterhin das Reisebüro, wobei dieser Wert schon seit Jahren rückläufig ist. Und auch wenn Reisebüros künftig auf Virtual Reality Brillen setzen und ihren Kunden somit 360 Grad Rundumsichten ihres Urlaubsdomizils bieten möchten, scheint die Vorherrschaft des World Wide Web besiegelt.

Nicht immer zeigen Kataloge und Webseiten, was Reisende vor Ort wirklich erwartet.
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Das allerdings liegt sicher nicht daran, dass sich Reisende auf die vollmundigen Aussagen von Anbietern im Internet mehr verlassen können. Die oft diskutierte „Katalogsprache“, wie sie bereits in den dicken Angebots-Heften von Reiseveranstaltern zu finden war, hat längst auch Einzug in die Welt des Web gehalten. Hauptgrund hierfür: Die Grundlage für die Beschreibung von Unterkünften in Katalogen und auch auf Webseiten ist die gleiche.

Wer online eine Reise bucht, sollte sich daher mit den Fallstricken auskennen, die manche Formulierung birgt. So steckt hinter einer „zentralen Lage“ oftmals ein Hotel, in dem Touristen aufgrund einer Hauptverkehrsstrasse oder Diskotheken und Clubs während der Nachtstunden kaum ein Auge zu bekommen. Weitere gefährliche Formulierungen sind unter anderem:

  • „touristisch gut erschlossen“: Hier wimmelt es am Urlaubsort oft von riesigen Hotels und Kultur oder landschaftliche Schönheit rücken in den Hintergrund.
  • „zweckmässige Einrichtung“: Die Zimmer sind häufig auf das Nötigste beschränkt und bieten wenig Extra-Komfort.
  • „aufstrebender Tourismus-Ort“: Eine schöne Umschreibung für eine Destination, bei der es vor allem an Baustellen nicht mangelt.

Versprechungen, die sich besonders gut anhören, sollten auch bei einer Online Buchung daher besser doppelt hinterfragt werden. Das gilt auch für Hotels, die als neu angepriesen werden und möglicherweise sogar mit einem Neueröffnungs-Rabatt verbunden sind. Solche Häuser leiden nicht selten noch an Kinderkrankheiten und Reisende müssen sich mit Bauarbeitern und einem noch unerfahrenen Service arrangieren.

Wer Bewertungen studiert, schützt sich  

Ob neu eröffnetes Hotel oder alteingesessener Betrieb: Reisende, die sich vor der Buchung informieren, wissen mehr. An dieser Stelle ist das Internet als Such- und Buchungsinstrument sehr viel nützlicher als das Reisebüro vor Ort, denn Kunden finden nicht nur Katalogbeschreibungen, sondern auch authentische Kundenbewertungen von Reisenden, die das jeweilige Haus schon einmal selbst besucht haben.

Bei der Reisebuchung wird das WWW zum vielversprechenden Recherche-Tool
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Das Internet als Informationsquelle geniesst daher im Reisebereich grosse Beliebtheit. Laut einer Umfrage aus Deutschland können sich 93,4 Prozent der Befragten vorstellen, eine Bewertung im Bereich Urlaub und Reisen abzugeben oder haben es bereits mindestens einmal getan. Die Anzahl echter Erfahrungsberichte und „Insights“ steigt dank dieser Bereitschaft stetig und Bewertungsportale boomen.

So gilt vor der Buchung einer Reise: Bewertungen zu studieren, muss obligatorisch sein. Hier zeigen sich dann oft Punkte, die in Verkaufstexten verschwiegen werden und die üblichen Formulierungen der Katalogsprache lassen sich noch effektiver entlarven.  Wer dann ein Hotel findet, das nicht nur seitens des Betreibers als hochwertig angepriesen wird, sondern auch echte Gäste bereits glücklich gemacht hat, kann beruhigt zuschlagen. Dann sind Reisezeitpunkt, Zusammenstellung der Bausteine und Reisedauer gute Punkte, die auf der Suche nach günstigeren Konditionen helfen.