Jungfernflug mit dem Quadrokopter DJI Phantom

Vor einigen Tagen demonstrierte mir ein Freund aus Basel sein DJI Phantom Quadrokopter.
Heute machte ich meinen Jungfernflug mit meinem eigenen Multikopter.

Quadrokopter DJI Phantom

Da ich das erste Hammer-Sommerwochenende mit einer Sommererkältung und Kopfschmerzen im Bett verbrachte, hatte ich viel Zeit um zu überlegen welchen Multikopter ich mir anschaffen möchte. Schlussendlich entschied ich mich für die ‚günstige‘ Lösung von DJI. Das Modell Phantom ist das Einsteigermodell für Leute die sicher mehr als einmal mit so einem Flugobjekt in der Luft herumschwirren wollen.

Entschieden hatte ich mich für das Phantom, weil ich qualitativ hochwertige Filme von dem Phantom fand. Dazu kaufte ich gleich die teuerste GoPro Hero 3 Black Edition in der Erwartung, damit bei der Nachbearbeitung noch mehr stabilisieren zu können als bei der Silver Edition.
Zudem entdeckte ich bei koptershop.ch ein geniales Brushlessgimbal. Wenn diese Erweiterung liefert was sie verspricht, dann erhalte ich für insgesamt knapp 2000 CHF ein GPS gesteuertes, filmstabilisiertes Fluggerät. Warten wir’s ab…

Quadrokopter DJI Phantom

Am Montag bestellte ich mir den DJI Phantom Kopter bei Brack. Brack hat das Teil an Lager, liefert Portofrei, gegen Rechnung und innerhalb von einem Tag. Zudem hat Brack auch ein stattliches Sortiment an Ersatzteilen, worauf ich früher oder später wohl zugreifen werden muss.

Das Phantom ist ein sogenanntes RTF (Ready to Fly) Modell. Und ich kann bestätigen, dass dies wirklich so ist.
Auspacken, Füsse und Propeller anschrauben und fertig. OK, Akku aufladen und nachher einen Kompass-Abgleich machen.
DJI erklärt in einfachen Tutorials wie man vorgehen soll. Es lohnt sich die ersten Drei Videos anzuschauen.

Quadrokopter DJI Phantom

Da es gestern überraschend gewitterte und stürmte, verschob ich den Jungfernflug auf Heute. So konnte ich Heute bei absoluter Windstille in die Luft gehen. Die Bilder machte ich übrigens selber. Einfach die Fernsteuerung auf den Boden legen und ein paar Bilder mit meiner Olympus OM-D E-M5 schiessen. Der Quadrokopter bleibt auf wenige cm an seinem Ort ’stehen‘.

Quadrokopter DJI Phantom

Für den ersten Flug suchte ich mir hinter unserem Haus ein unbeobachtetes Plätzchen. Denn ich wollte die ersten Versuche ohne Ablenkung vornehmen. In den letzten Jahren hatte ich genügend Elektro Helis geschrottet.
Das tönte dann jeweils so: nach 3 Sekunden Ahhhhh :-), nach 15 Sekunden Ohhhhh 😮 und nach 30 Sekunden verdammter Mist, Kaputt.

Doch mit dem Phantom war das Heute ganz anders. Ich grinste vermutlich wie ein vierjähriges Kind zum Himmel hoch und freute mich darüber wie gut ich doch fliegen kann. Oder anders gesagt, der GPS Flugmodus von dem Phantom ist einfach Genial. 🙂

Quadrokopter DJI Phantom

Der Quadrokopter fliegt super präzise. Wenn man unsicher ist lässt man einfach die Steuerknüppel los und überlegt erst einmal wie es weiter geht. Ein Heli ist in diesem Moment bereits zerstört. Natürlich soll man zu Beginn nicht übermütig werden und mal ein paar zaghafte Vor-Rück Links-Rechts Bewegungen ausprobieren. Genügend Abstand zum Boden halten und doch nicht zu weit weg.

Zum Starten der wohl wichtigste Tipp: Nicht zu zaghaft starten. Wenn man zu langsam startet könnte die Drohne kippen. Also in die Mittelstellung und dann einen anständigen Stubs nach oben geben.

Quadrokopter DJI Phantom

Die Landung funktioniert auch erstaunlich gut. Einfach nicht im hohen Gras oder auf hügeligem Untergrund landen.
Das einzige was ich am DJI ein wenig bemängeln kann ist der relativ lange Nachlauf der Propeller. Das war sogar bei meiner AR Drohne wesentlich besser. Die Propeller sind messerscharf! Beim Landen dürfen daher keine Kinder um das Flugobjekt herumrennen. Das ist einfach zu gefährlich. Wenn der Kopter beim Landen kippt, drehen die Propeller trotz Abschaltung stark nach und das kann rasch passieren, weil das Landegestell relativ klein ist.

Quadrokopter DJI Phantom

Heute ist noch die GoPro Hero 3 Black Edition eingetroffen. Die habe ich Gestern bei Digitec bestellt, weil die Kamera dort ab Lager lieferbar war. Darüber schreibe ich aber zu einem späteren Zeitpunkt.

Nun habe ich ein spannendes Set bestehend aus einer Flugdrohne für Luftaufnahmen und einem Cinetics CineMoco Timelapse Slider. Ich freue mich schon auf spannende Wochenenden für Filmproduktionen in der Kombination „Timelapse“ und „Luftbilder“.