DJI Phantom mit GoPro Hero 3 Black Edition – Erste Erfahrung

Nach dem Jungernflug folgten in den letzten Tagen drei Testflüge mit dem DJI Phantom und der GoPro Hero 3 Black Edition. Heute berichte ich über meine ersten Eindrücke.

Bedienung der GoPro Hero 3

Als erstes kann ich sagen, dass die Bedienung der GoPro Hero 3 kniffliger ist als mit dem DJI Phantom zu fliegen. Ehrlich.
Die mini Kamera hat nur drei Knöpfe mit der man alle Funktionen einstellt. Ich brauchte einige Zeit um mich mit der Navigation durch die Menüs zu kämpfen. Die Kopplungsprobleme zwischen der GoPro und dem iPad erinnerten mich an die Probleme mit der eye Fi Karte. Mit dem iPad wäre die Konfiguration wesentlich einfacher. Da man aber das WiFi an der GoPro während dem fliegen abschalten muss, ist das ebenso aufwändig!

DJI Phantom Quadrokopter mit GoPro 3

Black Edition

Der einzige Grund die teurere GoPro Black Edition der Silver Edition vorzuziehen ist die höhere Auflösung. Dummerweise stellte ich die GoPro beim zweiten Probeflug auf 1440. Damit wählte ich ein 3:4 Format. Darum ist ein Teil der folgenden Testaufnahmen in diesem Format. Beim höheren Format erhoffe ich mir eine beschneidungsfreie Bildstabilisierung in der Postproduktion (Nachbearbeitung) ohne Auflösungsverlust.

Den Rest filmte ich im 1080p Mode, also in der Full HD Auflösung 1920*1080. Später werde ich die höheren 16:9 Auflösungen ausprobieren.

Ausrichtung der Kamera

Die Kamera sollte man sehr genau ausrichten, sonst filmt man rasch ein Stück Propeller oder ein Stück Landegestellt. Ich habe schon beides geschafft :-/

Fliegen mit der GoPro

Ob die Kamera am Phantom montiert ist oder nicht spielt beim fliegen keine Rolle. Der Quadrokopter merkt das Gewicht kaum und fliegt gleich dynamisch wie ohne ‚Last‘.

Heute steuerte ich das Phantom schon ziemlich in die Höhe. Hier wurde mir schnell klar, dass man rasch die Orientierung der Drohne verliert. Man sieht nicht mehr wo Vorne und Hinten ist. Vermutlich flog ich erst etwa 80 Meter hoch, laut Hersteller kann man jedoch bis 300 Meter wegfliegen. Mal schauen wann ich das erste Mal das Limit austeste 🙂

Film Nachbearbeitung

Am meisten Zeit nimmt die Nachbearbeitung in Anspruch. Wer nicht 10 Minuten Multikopter Filme auf Youtube hochladen will kommt um eine gescheite Filmbearbeitungssoftware nicht herum. Aktuell arbeite ich mit MAGIX Video Deluxe 2013 plus.
Einen Teil der Aufnahmen habe ich mit Video Deluxe stabilisiert, einen Teil habe ich original belassen. Die Stabilisierung braucht sehr viel Zeit und viel Rechenpower. Die Erstellung des Filmes nimmt ebenfalls einige Zeit in Anspruch.

Musik

Ich habe mir schon einige Multikopter Youtube Filme angeschaut. Viele laden ihre Aufnahme direkt von der GoPro bei Youtube hoch. Danach kann man sich mit mehreren Minuten Propellersurren berieseln lassen. Es ist daher unabdingbar den Film nachträglich zu vertonen. Warum nicht mal ein paar Sekunden den Original Sound einzublenden. Doch bitte nicht 10 Minuten lang.
Bei der Wahl der Musik muss man jedoch darauf achten, dass man lizenzfreie Musik verwendet. Ansonsten gibt es rasch Ärger.

Und hier die erste kleine Filmproduktion meiner Luftaufnahmen:

Fazit

Für professionelle Luftaufnahmen benötigt man eine wesentlich bessere und entsprechend viel teurere Ausrüstung.
Die Bildbeugungen mit der GoPro sind massiv. Ohne Filmnachbearbeitung werden die Luftaufnahmen schnell langweilig.

Am besten schreibt man sich ein kleines Drehbuch und sammelt über mehrere Flüge möglichst viel Filmmaterial zusammen. Damit kann man dann ein abwechslungsreiches Kurzfilmchen zusammen stellen. Für die Filmbearbeitung muss man rasch mit mehreren Stunden Arbeit rechnen.

Mit dem bestellten Steady-Pro Brushless Gimbal erhoffe ich mir eine massive Verminderung der Beugungsfehler (Horizont der sich je nach Kopterstellung nach unten oder oben beugt). Des weiteren erhoffe ich durch die höhere Auflösung an der GoPro eine nochmals bessere Bildstabilisierung. Dadurch werden die Filme jedoch noch grösser (Aktuell 1 Akkuladung = 10 Min. = 2 GB Film) und die Bearbeitungszeit wird ebenfalls zunehmen. Wie fast überall nimmt der technische Aufwand (und die Kosten) für zunehmende Qualität exponential zu.

Ich bin gespannt was ich mit meinem „Budget-Film- und Fotokopter“ schlussendlich für eine Bildqualität erreiche. Aber es macht auf jeden Fall riesig Spass mit dem Multikopter in der Gegend herum zu fliegen. 🙂 Ein richtiges Männerspielzeug halt 🙂 🙂 🙂